Märchenhaftes aus dem Studio

Julia und mich verbindet schon immer ein sehr enges Band, obwohl wir elf Jahre auseinanderliegen und uns schon immer nur sehr selten gesehen haben. 

Wenn wir mit der ganzen Familie spazieren gehen, dann laufen Julia und ich meist ein Stück vor und reden stundenlang über alles mögliche - vom Reiten bis hin zu Zukunftsträumen. 

Ein bisschen erschreckend war es schon, zu sehen, wie groß meine Kleine schon ist. Nicht nur, dass sie mich mit meinen 1,75 m schon fast eingeholt hat, sondern auch, dass wir uns lang und intensiv darüber unterhalten haben, was sie nach der Schule machen möchte und wie sie sich in diesen Wunsch rein kniet. 

Wie ich in ihrem Alter verbringt sie die meiste Zeit zwischen Pferden, was eine zusätzliche Verbindung schafft. 

An Ostern haben wir uns abends auch einfach mal zu meinen beiden Shetlandponies ins Heu gesetzt, ihnen beim Fressen zugesehen und die Ruhe genossen. 

Aber jetzt genug darüber, wie toll wir uns verstehen und wie schnell die Zeit vergeht!

Ich weiß gar nicht mehr, warum ich diese Perücke überhaupt habe, aber als sie mir vor so ziemlich genau zwei Jahren mal wieder in die Hände fiel, hatte ich sofort ein Bild im Kopf. 

Schritt eins war dann erstmal, den Look der Perücke etwas natürlicher hinzubekommen. Ich stufte sie durch, gab dem Pony ein wenig mehr Schnitt und kürzte sie im Allgemeinen etwas ein. Ich hab noch Wochen später irgendwo  rosa Plastikhaare gefunden und der Kater durfte sich auch nicht auf dem Boden wälzen, sonst war auch er gleich rosa. 

Schritt zwei war dann ein Test-Make Up an mir selbst. So weit, so gut. Blöderweise habe ich dann ein Jahr später so ziemlich alles an farblich passendem Make Up aussortiert. Glücklicherweise letztes Jahr allerdings eine Lidschattenpalette mit viel Rosa- und Lilatönen gekauft, was mich für dieses Projekt wieder gerettet hat. 

Schritt drei war dann das passende Model. Ich wollte unbedingt jemanden ohne Tattoos, das machte die Auswahl in meinem Repertoire allerdings schon wirklich schwierig und ich habe einfach niemanden gefunden, der mir zu 100% zusagte. 

Den Schritt warf mich also erstmal herbe zurück und die ganze Sache lag erstmal auf Eis und geriet in Vergessenheit.

Doch zum Glück erinnert Instagram ja an seine Posts.

Mir wurde die Idee also wieder ins Gedächtnis gerufen und ich hatte wieder richtig Lust drauf. Ein Model fiel mir immer noch nicht ein, aber ich machte mich auf die Suche nach Outfitinspirationen. Dabei stolperte ich über dieses hinreißende rosa Kleidchen mit Glitzersternen und musste es einfach kaufen. Ist natürlich richtig clever, wenn man die Kleidergröße des dafür vorgesehenen Models nicht weiß, weil man noch nicht weiß, wer drin stecken soll. 

So hing dieses Kleid jetzt also auch wieder monatelang im Atelier und es ging wieder nicht vorwärts. Ich schrieb ein paar optisch passende Mädels an, aber entweder bestand kein Interesse oder sie stellten sich als unzuverlässig heraus. 

Zu Ostern kam dann meine Großcousine mit ihren Eltern und ihrer Schwester zu Besuch und mich traf der Schlag als ich Julia sah. Da stand mein perfektes Model - und sie hatte auch noch Lust drauf! 
Wir ließen die anderen am Samstag also Eier färben und verschanzten uns im Atelier. Julia war vom Make Up total begeistert, die Perücke stand ihr so gut, dass man denken konnte, es seien ihre eigenen Haare und das Kleid saß wie für sie gemacht. Alles sah genau so aus wie ich es mir vorgestellt hatte als mir die Idee das erste Mal in den Kopf schoss. 

Julia happy, ich happy, ihre Eltern unhappy, weil das Kind schon so erwachsen aussieht, aber happy, weil die Bilder so schön geworden sind.

Gern würde ich mehr solcher Sessions machen, wenn du also Lust hast, solch verträumte, märchenhafte Fotos von dir zu haben, dann melde dich einfach! 

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